Bach Illuminationes

Aus der nahezu unerschöpflichen Fülle der Möglichkeiten begeisterte mich die Entwicklung einer weiteren CD mit Bach-Transkriptionen.

Das Programm wurde unter Berücksichtigung verschiedener stilistischer Parameter nach der Tonartenfolge der Bach'schen Inventionen und Sinfonien angeordnet.

Erstmals befinden sich darin auch drei eigene Transkriptionen und eine kompositorisch - pianistische Ko-Produktion mit dem jungen Pianisten Wagner Stefani d'Aragona Malheiro Prado in einer Transkription für zwei Klaviere.

CD-Programm:

C-Dur Präludium und Fuge BWV 545
Franz Liszt (1811-1886)

c-Moll Siciliano aus Violinsonate BWV 1017
Eric Kuhlstrom (1860-1940)

D-Dur Aria aus Orchestersuite Nr. 3 D-Dur BWV 1068
Wagner Stefani d`Aragona Malheiro Prado (geb.1982)

d-Moll Giga aus Partita Nr. 2 d-Moll f. Violine solo BWV 1004
Frank Zabel (geb. 1968)

Es-Dur Choralvorspiel Wachet auf, ruft uns die Stimme BWV 645
Ludwig Stark (1831-1884)

E-Dur Gavotte en Rondeau aus Partita Nr. III BWV 1006 für Violine solo
Ernst Pauer (1826-1905)

e-Moll Choralvorspiel Aus der Tiefe rufe ich BWV 745
Theodor Szántò (1877-1934)

F-Dur Pastorella BWV 590
W. Gillies Whittaker (1876-1944)
I Allegretto e tranquillo
II Moderato
III Andante cantabile e espressivo
IV Allegro

f-Moll Ich ruf zu Dir, Herr Jesu Christ BWV 639
Angelika Nebel (geb. 1947)

G-Dur Kommst Du nun, Jesu, vom Himmel herunter BWV 650
Angelika Nebel (geb. 1947)

g-Moll Präludium und Fuge Nr6 BWV 558
Dmitry Kabelevsky (1904-1987)
I Präludium
II Fuge

A-Dur In dulci jubilo BWV 729
William Murdoch (1888-1942)

a-Moll Adagio aus Orgeltoccata BWV 564
Angelika Nebel (geb.1947)

B-Dur Schafe können sicher weiden aus der Kantate Was mir behagt, ist nur die muntre Jagd BWV 208
Egon Petri (1881-1962)

h-Moll Nun komm der Heiden Heiland aus der gleichnamigen Kantate BWV 62
Angelika Nebel (geb.1947), Wagner Stefani d`Aragona Malheiro Prado (geb.1982)

Auszug aus dem CD-Booklet:

Im Zusammenhang mit dieser CD-Produktion führte Jens Markowsky das nachfolgende Gespräch mit Angelika Nebel.

J.M.: Frau Nebel, es gibt wohl keinen anderen Komponisten, dessen Werke so häufig bearbeitet wurden – und bis auf den heutigen Tag auch werden – wie jene Johann Sebastian Bachs. Sie legen hier Ihre dritte CD-Einspielung mit Klaviertranskriptionen Bachscher Musik vor. Und dies sicherlich nicht, weil „aller guten Dinge drei sind“. Was fasziniert Sie am meisten an den Bearbeitungen von Kompositionen Johann Sebastian Bachs?

A.N.: Es ist sicherlich die Fülle, die sich hier bietet, sei es im transkribierten Werk selbst oder seien es die Strukturen und die sich daraus ergebenden gestalterischen Möglichkeiten. Bis heute geht die Auseinandersetzung mit dem Thema der Transkription ja immer weiter, wie die Namen Zabel, Prado und nun auch mein eigener in diesem CD-Programm widerspiegeln.

Erstmalig stellen Sie eigene Bach-Transkriptionen vor, und zwar, wie ich finde, höchst interessante und gelungene. War es Ihnen nach so intensiver Recherche im Bereich der Bach-Klaviertranskriptionen schließlich ein besonderes Anliegen, selbst zu transkribieren? Und darf ich Sie bitten, etwas zu Ihren eigenen Transkriptionen zu sagen?!

Das nahezu unerschöpfliche Thema der Transkriptionen von Werken Johann Sebastian Bachs beschäftigt mich nun seit einer Reihe von Jahren. Folgerichtig wohl kam dann 2013 der Moment, in dem ich zum Notenpapier griff, um selbst zu schreiben. Das Orgelstück ,Ich ruf zu dir, Herr Jesu Christ’, BWV 639, inspirierte mich zuallererst. Beim Schreiben wurde ich von der Idee erfasst, den cantus firmus bei der Wiederholung eine Oktave tiefer zu setzen, was auf mich wie eine ,Resonanz’ des zuvor Gehörten wirkte und darin noch ,dunkler’ und ,tiefer’ timbriert als zuvor. Mit dem Hinzufügen von einigen Oktaven verband sich die Vorstellung eines ,inneren Crescendos’, eines behutsamen Wachsens auf einen melodischen oder harmonischen Zielton hin, was auch hier der Vertiefung des musikalischen Geschehens dienen sollte.[...]

Auszüge aus dem CD-Programm im Video:

Sheep may safely graze BWV 208

f-Moll Ich ruf zu Dir, Herr Jesu Christ BWV 639

a-Moll Adagio aus Orgeltoccata BWV 564

Ankündigung hänssler CLASSIC

Rezensionen:

NMZ, April 2015
Neue Bachgesellschaft e.V., Mitteilungsblatt Nr. 75 Winter 2014/ 2015
NMZ, Dezember 2014
Kieler Nachrichten, 12. Januar 2015
Badische Zeitung, 24. Januar 2015
FAZ, 16. Februar 2015

Hänsssler Klasssik

Die CD ist bei hänssler CLASSIC erschienen und im Handel erhältlich oder auf Wunsch signiert bei Angelika Nebel zu bestellen (Preis: 17,99 €).