Man könnte sie als "Spezialistin des Besonderen" apostrophieren, und das Besondere siedelt in vielen Perioden und Musikkulturen.

(Hans-Klaus Jungheinrich)

Aktuelles

Prof. Angelika Nebel und die Klavierklasse der Robert-Schumann-Hochschule Düsseldorf bei den Bad Hersfelder Festspielkonzerten
04. Juli 2012

Im Rahmen der Bad Hersfelder Festspielkonzerte sind am 7. und 8. Juli 2012 jeweils um 16.00 Uhr im Johann-Sebastian-Bach-Haus Prof. Angelika Nebel und die Klavierklasse der Robert-Schumann-Hochschule Düsseldorf mit Pianisten aus Südkorea, Brasilien, Lettland und China zu Gast im Johann-Sebastian-Bach-Haus zu hören.

Das Fono Forum schreibt in seiner Oktoberausgabe 2010 zur neuen CD von Angelika Nebel: „Gerade durch das konzentrierte und betont schlichte Spiel gelingt es ihr, der Musik eine Wahrhaftigkeit und innere Größe zu entlocken, als ob die Seele der Werke zu klingen beginne. Diese CD darf auf der einsamen Insel nicht fehlen!”

Die Programme der beiden Konzerte spannen einen weiten Bogen über die europäische und außereuropäische Klaviermusik. Auftakt im Bach-Haus bildet das berühmte Bach‘sche Ricercar aus dem „Musikalischen Opfer“ BWV 1079 in einer Transkription für Klavier von Wagner Stefani D`Aragona Malheiro Prado, welches von A.Nebel interpretiert wird. Mit den zwei letzten der 32 Klaviersonaten von L. van Beethoven, den Sonaten op.110 und op.111, erklingen zwei der ausgereiftesten Klavierwerke, die uns der Komponist hinterlassen hat. Desweiteren ist die Sonate in g-Moll op. 22 von Robert Schuman zu hören, einem zentralen Werk des Komponisten, welches ihn in der ihm eigenen Leidenschaftlichkeit und Virtuosität wie in seiner lyrischen Empfindsamkeit erkennen lässt. Mit der „Barcarolle“ op.60, der „Polonaise-Phantasie“ op. 61 und der berühmten Sonate b-Moll op. 35 wird im zweiten Konzert am Sonntag, dem 8. Juli, die Musik des Klavierkomponisten Frédéric Chopin gewürdigt, ohne den die Klaviermusik des 19. Jahrhunderts kaum zu denken wäre. Damit sind drei der bedeutendsten Werke seines Oeuvres vertreten. Mit der „Kreisleriana“ op. 16 steht noch einmal Musik von Robert Schumann auf dem Programm. Beide Komponisten, Schumann und Chopin, verehrten einander sehr und diese Verehrung fand ihren Ausdruck in gegenseitigen Widmungen ihrer Werke. Den Schlusspunkt der Konzerte setzt die weltweit bekannte Bach‘sche Chaconne BWV 1004 aus der Partita Nr. II für Violine solo in der Transkription von Ferruccio Busoni.

Angelika Nebel, in Berlin geboren, studierte an den Musikhochschulen in Stuttgart und Hannover, wo sie von den renommierten Pädagogen Jürgen Uhde und Hans Leygraf ausgebildet wurde und das Studium mit dem Konzertexamen abschloss. Ihr Repertoire umfasst Solo-, Kammermusik- und Orchesterwerke des 18.-21. Jahrhunderts, die sie unter anderem als Gast verschiedener Festivals vortrug: Alte Oper Frankfurt, Schumann-Fest Düsseldorf, Semperoper Dresden, Darmstädter Tage für zeitgenössische Musik. Sie konzertierte in verschiedenen europäischen Ländern und in Süd-Korea. Außerdem arbeitete sie mit zahlreichen Rundfunksendern zusammen: WDR, SWR, HR, NDR, SFB, Radio Bremen, Radio Zürich, dem Schwedischen und spanischen Rundfunk und mit dem ZDF. 1995 wurde Angelika Nebel als Professorin an die Robert-Schumann-Hochschule in Düsseldorf berufen.

Aus ihrer Klavierklasse sind Yumin Kim, Jinsuk Kim, Sung Won Yang, und Sulki Park (alle aus Südkorea), Wagner Stefani D’Aragona Walheiro Prado (Brasilien), Vita Gajewska (Lettland) und Wenlong Jin (China) zu hören. Alle sind Preisträger verschiedener Wettbewerbe und Festivals.

Eintritt: 10,- bis 20,- €. Schüler und Studenten 50 % Ermäßigung. Kurgäste und Gruppen ab 25 Personen pro Vorstellung 10 % Ermäßigung bei Besuch von beiden Wochenendkonzerten 20 % Ermäßigung.

Kartenvorverkauf:
Arbeitskreis für Musik e. V.
Nachtigallenstr. 7
36251 Bad Hersfeld
Telefon 06621/50 67 13 + 50 67 18
Telefax 06621/6 43 55

Quelle: Pressemeldung Bad Hersfeld

Spielplan 52. Bad Hersfelder Festspielkonzerte